Donnerstag, 29.8. - Crouy-sur-Cosson bis Cour Cheverny, 34 km

Wir sind uns nicht ganz schlüssig ob wir heute einen Ruhetag einlegen oder weiterfahren wollen. Erstmal am Morgen ruhig angehen lassen, weit werden wir heute nicht fahren.


Wir rollen langsam auf Chambord zu, passieren die Eingangspforte zum riesigen eingefriedeten Waldgebiet, das zum Schloss gehört. Schnurgerade ist die Strasse angelegt, der wir noch rund zehn Kilometer folgen, bis das turm- und erkerreiche Bauwerk vor uns auftaucht. Während Margrit das Schloss von innen besichtigt, gönne ich mir einen Kaffee und zeichne ein bisschen. Zuerst will ich mich über den Touristenrummel hier aufregen - Schnell-Imbiss, Souvenierläden, Reisegruppen wie auf Neuschwanstein - da fällt mir ein dass so ein Chateau natürlich auch unterhalten und immer wieder mal renoviert werden will…naja, und schliesslich sind wir ja auch Touristen. Sogar welche, denen man neugierig und wie's mir scheinen will mit Unverständnis (oder es ist Neid? Im Nachhinein denke ich es kann nur Neid sein…) hinterher glotzt.


Irgendwie läuft's heute nicht so wie's soll, obwohl es trocken und mild ist als wir wieder unsere zehn Kilometer bis zum Ausgang fahren. Wir beschliessen, noch bis Cour-Cheverny zu fahren und morgen zu pausieren - schliesslich wollen wir diese Reise ja relaxter angehen lassen. In Cour-Cheverny gibt's dann einen idyllischen, kleinen Camping municipal direkt im Dorf, mit trockenem Rasen und grossen Kastanienbäumen. Die Schwalben fliegen heute schon wieder recht hoch - ein gutes Zeichen. Als es dämmert werden sie von den Fledermäusen abgelöst: hoch oben patrouilliert eine ziemlich grosse Art, bei uns in Bodennähe sind zwei kleine unterwegs. Später am Abend erfinden wir dann noch den Weinfilter aus Papiertaschentuch (vorzugsweise dann anzuwenden wenn man ungeschickterweise beim Öffnen der Weinflasche den Korken zerbröselt und ins Flascheninnere bugsiert…)

 
 
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