Montag, 2.9. - Savigny-en-Véron bis Les Ponts-de-Cé, 75 km

Heute funktioniert der Campingkocher nicht - wahrscheinlich liegt's am feuchten Piezozünder, der wir haben gestern Abend versäumt den Kocher zu verstauen, damit ihm der Tau nichts anhaben kann. Nun, dann halt auf nüchternen Magen aufräumen, zusammenpacken, wachwerden…gähn…blauer Himmel..streck…schon irgendwo Sonne…aber wir sind leider im Schatten des Sanitärgebäudes und im Schatten ist's ziemlich kalt. Etwas später, ein paar hundert Meter zurück im Dorf, gibt's aber eine offene Bar in der wir Kaffee und das dazugehörige Frühstück serviert bekommen. So lebt sich's gleich besser!




Heute steht die Stadt Saumur auf dem Plan. Ruhige Landstrassen, Pappelwälder, in verschiedenen Wachstumsstadien in Reih und Glied ausgerichtet. Einmal gut sechzig-siebzig Höhenmeter steil bergauf und ein Hochplateau mit weitem Panoramablick entlang, dann wieder unten an der Loire bei mässigem Verkehr.



Weinkellereien schauen aus wie Landschlösser, in den Ortschaften sind viele Häuser fantasievoll gestaltet, ein Labyrinth aus Türmchen und Erkern, Dachgauben und Schornsteinen. Alles aus weissem Tuff und blaugrauem Schiefer. Ein Farbsinfonie im Zusammenklang mit dem tiefen Blau des Flusses und den vielfältigen Grüntönen der Vegetation. Über all dem wölbt sich noch ein weiter Herbsthimmel.


In Saumur Café au lait in der Altstadt: es ist die einzige grössere Stadt an der Loire, der wir einen Besuch abstatten.



Wieder unterwegs meint man schon dem Ozean nahe zu sein: das weite Flussbett mit den grossen Sandbänken erinnert an die bretonischen Wattlandschaften bei Ebbe, auch Klima und Vegetation erinnert mich an frühere Reisen in die Bretagne. Wieder treibt uns ein scharfer Nordost vor sich her und hilft uns die Hügel zu erklimmen, denn die letzten zwanzig Kilometer vor Les Ponts-de-Cé, einem Vorort von Angers, gehen noch gewaltig in die Beine. Der Campingplatz hier liegt so schön auf einer Loire-Insel, dass wir für morgen einen Ruhetag beschliessen. Margrit macht heute eine Fleissarbeit und kämpft sich noch bis zum nächsten Supermarkt durch, der sich ein paar Kilometer entfernt in einem Industriegebiet befindet, denn auch diesmal fanden wir unterwegs keine Gelegenheit zum Einkaufen.



 
 
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