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Donnerstag,
14. Mai. Von Bayreuth nach Schwabthal (78 km)
Eigentlich ist mir das Lied während der letzten Phase der heutigen Tagesetappe in den Sinn gekommen, mit dem Blick auf Kloster Vierzehnheiligen, Kloster Banz und dem Staffelberg, dem Berg der Franken. Heute war eine schöne und flotte Etappe und ich mache von Anfang an alles richtig. Nur dass ich mich nach dem Frühstück in vollem Ornat mitsamt der ungeliebten Gamaschen präsentiere, erweist sich schnell als überflüssig, denn der zuerst gar heftigst niederprasselnde Regen aus dunklem Gewölk lässt nach, kaum dass ich zwei oder drei Kilometer gefahren bin. Den Supermarkt am Wegesrand, da rolle ich grad durch Bayreuther Vororte, besuche ich diesmal ausgiebig und kann anschliessend die Regensachen wieder verstauen. Zügig verschwindet die Stadt hinter mir, der Maintalradweg ist gut ausgeschildert und der Kletterspass zwischen Altenplos und Neudrosselfeld wärmt mich auf, bevor ich bis nach Melkendorf so flott dahinrolle, dass ich gar nicht weiss, wie mir geschieht. Vor mir tut der Himmel langsam auf und hinter mir dräut immer noch die dunkle Regenfront. Der Wind frischt auf und kommt erneut aus Osten und treibt mich zusätzlich voran. Zwischen
Melkendorf, Kulmbach und Mainleus fliessen der Weisse und der Rote Main
zusammen und da hat man anscheinend die Route etwas geändert und
eine neue Brücke samt Informationstafeln erstellt. Als ich 2004
mit Margrit den Main entlang gefahren bin, ist man noch ganz anders gelenkt
worden. Von Mainleus bis Burgkunstadt ist mir der Wind ein treuer Freund
und mit den ebenen und meist asphaltierten Wegen schafft man ordentlich
was weg. Nach den bremsenden Anstiegen zwischen Altenkunstadt und Hochstadt
bin ich schon fast auf der Einflugschneise nach Lichtenfels. Das schöne
Städtchen lasse ich aber heute links liegen (damals übernachteten
wir hier) und suche mir lieber meinen Weg nach Schwabthal, einem kleinen
Dorf in einem Seitental des Mains. Also noch die paar Kilometer mit dem
Strassenverkehr bis Bad Staffelstein und dann um den Staffelberg herum
und nun mit dem Wind von schräg vorne das Tal hinauf. Da bin ich
dann doch erstaunt, was hier an Tourismus abgeht: jeder dieser kleinen
Orte hier wartet mit mehreren grossen Gasthöfen auf und alles ist
recht heraus geputzt. War eine angenehme Tour heute mit einem völlig
anderem Charakter im Vergleich zur gestrigen. |
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