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Montag, 24. August 2009

Zugfahrt nach Pornic

         
Die paar Meter zum Bahnhof haben wir heute früh im Nu zurückgelegt. Es ist kühler geworden, der Himmel zeigt sich bedeckt und es tröpfelt sogar ein bisschen. Der Zug nach Nantes ist proppenvoll. Lauter junge Leute mit viel Gepäck. Die fahren wohl alle von den Ferien nach Hause? Warum sie das am Montagvormittag tun, erschliesst sich mir nicht so ganz. Jedenfalls können wir uns mit unseren Rädern grad noch so dazwischen klemmen und zum guten Glück fährt der Zug ohne Zwischenhalt bis Nantes.

Auch hier totale Hektik am Bahnsteig und im Bahnhof selbst. Anscheinend ist der Montagmorgen wirklich DER Rückreisetermin hier. Auch der Vorortzug von Nantes nach Pornic ist gut gefüllt. Um halb zwei sind wir aber wohlbehalten angekommen und radeln erstmal nach Norden der Küste entlang aus der Stadt zum Hotel "Les Sablons", wo wir die Nächte von Dienstag bis Freitag verbringen werden, und bestätigen offiziell unsere Reservierung, denn der Hotelier war am Telefon etwas komisch. Klappt gut, der Herr ist nett, wir werden morgen Vormittag hier eintrudeln.

Dann wieder auf die Bikes und zurück ans andere Ende von Pornic, denn die heutige Nacht sind wir in einem Wellnesstempel untergebracht, den ich zuhause im Internet gefunden habe.
 
 
 


Dort gefällt's uns dann nur teilweise und es ist die einzige Unterkunft auf dieser Reise, die ihren Preis nicht wirklich wert ist. Zimmer, Lage, Essen, etc., das ist alles entsprechend, aber es gibt ein paar Begleitumstände, die Ungemütlichkeit verbreiten: sehr umständliches Einchecken mit drei Anlaufstellen für Zimmer, obligatorischen Badeschlappen und Bademantel (80 Euro Kaution pro Mantel!). So verbringt man die erste Stunde mit derlei Quatsch. Weiter gilt der Bon für den Gratis-Aperitif nur für antialkoholische Cocktails und so Kram eben. Ist uns ja eigentlich egal, denn ob wir unseren üblichen Kir Vin Blanc nun selber zahlen oder nicht, spielt in der Endabrechnung dann auch keine so ausschlaggebende Rolle mehr. Manchmal staunt man halt einfach und kann nicht verstehen, warum man in vergleichsweise preisgünstigeren gastronomischen Betrieben durchaus grosszügig mit dem Gast verfährt, in gehobenen Preisklassen dafür aber alles auf Heller und Pfennig aufaddiert. Ist für mich irgendwie ein Widerspruch. Aber ich muss ja auch nicht alles verstehen.

Jedenfalls essen wir an diesem Abend trotz selber finanziertem Aperitif hervorragend, sitzen am Fenster direkt über dem Meer und schauen dabei den Badegästen zu, die mit den Wellen der herein laufenden Flut spielen und sind soweit erstmal ganz zufrieden. Ist halt schon was anderes, so ein Ozean…