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Freitag, 28. und Samstag, 29. August 2009

Zugreise und Aufenthalt in Paris und Rückreise nach Zürich

         
Am Freitag findet die erste Etappe der Rückreise statt. Von Pornic soll es über Nantes und Le Mans nach Paris gehen, wo wir noch eine Nacht verbringen werden. Als wir am Montag unser Bahnticket von Ancenis nach Pornic lösten, hatten wir uns auch gleichzeitig schon die Rückreise organisiert. Um halb acht geht unser Zug von Pornic nach Nantes. Dann drei Stunden Wartezeit und anschliessend, irgendwann um die Mittagszeit, der Anschluss nach Le Mans, von wo aus wir wiederum nach Paris gelangen werden. Irgendwie passt uns dieser erzwungene Aufenthalt in Nantes überhaupt nicht so recht ins Konzept.

Nachdem wir noch im Dunklen die paar Km vom Les Sablons bis zum Bahnhof gerollt sind und die Stimmung mit dem sternenklaren Himmel und dem noch schlafenden Städtchen aufgenommen haben und endlich im Zug nach Nantes sitzen, erkundigen wir uns beim Bahnbeamten im Zug nochmals nach alternativen Verbindungen nach Paris. Eine Möglichkeit wäre über Tours-Orleans, allerdings verblieben da nur 3 Minuten zum Umsteigen in Nantes.

Klingt natürlich verlockend, besonders weil wir auch in Tours gleich Anschluss hätten und dann kurz nach Mittag schon in Paris wären. Aber nur drei Minuten Zeit zum Umsteigen? Wir winken dankend ab, zumal der Herr von der Bahn keine Auskunft über das Gleis des abfahrenden Zuges geben kann. Als wir uns aber Nantes nähern erscheint uns das Ganze auf einmal doch recht attraktiv - drei Minuten Umsteigestress, dafür aber ein Zeitgewinn von drei Stunden. Also gehen wir's an. Und wir schaffen es, wenn auch knapp! Das Zugpersonal ist überaus freundlich und der Schaffner hält den Zug noch zurück, als er uns den Bahnsteig erklimmen sieht und so sitzen wir ein paar Minuten später im Zug nach Tours und lachen uns ins Fäustchen.

 

 
 



In Tours wird's auch nochmals ein bisserl hektisch, weil der Anschlusszug nach Paris, ein "Corail", ausgerechnet heute kein Veloabteil dabei hat. Also verstauen wir die Räder so gut es geht, Margrits Rad auf der Plattform am Ende des Waggons und meines eben längs im Grossraumabteil des Waggons. Da murrt zwar die Zugchefin (verständlich, denn es kommt kaum jemand mehr vorbei), aber das ist nun mal weder unser noch ihr Problem, denn laut Fahrplan und verschiedener anderer Auskünfte darf man in diesem Zug Fahrräder transportieren. Egal, wir sind ja in Frankreich und da ist man ja, wie früher schon mal angesprochen, recht tolerant. Mittags treffen wir im Gare Austerlitz in Paris ein, rollen raus auf die Strasse und suchen uns einen Weg über die Seine und zu unserem Hotel, das zwischen Gare de l'Est und Montmartre liegt.

Und für den Rest des Tages gehört uns Paris…

Am Samstag verstauen wir ein letztes Mal unsere Habe in den Packtaschen und machen uns auf dem Weg zum Gare de L'Est. Hier warten wir noch ein Weilchen vor uns hin, sitzen in einem Café und betrachten das Treiben im Bahnhof, bevor es auch für uns Zeit zum Einsteigen ist. Die Frage nach der Anzahl der Fahrräder, die auf jeden Fall im TGV mitgenommen werden, wird heute beantwortet: ausser uns steigen auch noch zwei andere Radfahrer mit ihren Drahteseln ein. Und das geht dann grad so. Aber eben - es geht.

Und viereinhalb Stunden später rollt unser Zug im Zürcher Hauptbahnhof ein…