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Samstag, 31.8 - Cour Cheverny bis Veigne, 78 km Lange sind wir gestern noch vor dem Zelt gelegen,
haben den Fledermäusen zugeschaut bis die Sterne erschienen sind, heute
morgen weckt uns das erste Mal die Sonne, natürlich wölbt sich dabei ein
blauer Himmel über uns. Wunderbares Radfahren in den ersten Vormittagsstunden,
im leichten Auf und ab durch ein welliges Ackerland. Kleine Wirtschaftswege
und Landsträsslein, gottverlassene Bauerndörfer ohne Einkaufsmöglichkeit,
nebenan mondän wirkende Eigenheime mit riesigen Vorgärten. Es ist ein
angenehme Fahrt bis wir das geschäftige Tal des Flusses Cher erreichen.
Aber als wir wieder unterwegs sind, erneut
über den Fluss gesetzt haben, quer durch eine einsame Gegend radeln, ist
das beeindruckende Bauwerk nur mehr einen flüchtigen Gedanken wert… Was
irgendwie mehr zählt ist die körperliche Erfahrung des Windes, der langen,
aber leichten Steigungen bis wir auf dem Hochplateau zwischen den Flüssen
Cher und Indré sind, die Weite der Landschaft, die Müdigkeit in den Beinen,
die Freude angesichts der violetten Disteln am Wegesrand oder die rüttelnden
Falken über den Stoppelfeldern. In einem Dorf eine Strassensperre - ein
Radrennen und gleichzeitig ein Flohmarkt. Die beiden Ordnungshüter, notdürftig
mit Kelle und reflektierendem Band ausgerüstet, werden von der Bar nebenan
mit Pastis versorgt. Der Atem der uns aus einem zahnlosen Mund entgegenbläst
(wir verhandeln wegen der Durchfahrt) ist jedenfalls alkoholhaltig, wahrscheinlich
sogar leicht entflammbar… Nun, man ist uns wohlgesonnen, schliesslich
sind wir ja auch irgendwie "Sports(wo)man", wir dürfen passieren! |
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