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Sonntag, 1.9. - Veigne bis Savigny-en-Véron, 60 km Auch heute begrüsst uns ein azurblauer Himmel.
Ein frischer Nordost-Wind treibt uns das Indrétal hinab. Am Ufer Bootsstege,
Trauerweiden, Mühlen, private Badeplätze. Dann das Schloss Azay-le-Rideau.
Die Besichtigungspause lohnt sich, denn jedes Chateau hier hat einen eigenen
Charakter. Dieses hier gleicht in seiner Ebenmässigkeit einem Juwel. Das
dazugehörige Dorf ist zwar hoch-touristisch, bietet aber wegen seiner
Häuser aus weiss-gelben Tuffstein mit blau-grauen Schiederdächern und
ziegelroten Schornsteinen einen visuellen Augenschmaus. Bei Bréhémont stossen wir wieder auf die Loire.
Der Wind blässt uns die auf der Dammkrone verlaufende Strasse entlang
bis zum nächsten Schloss: Rigny-Ussé. Hier gibt's ausnahmsweise keine
Schlossbesichtigung sondern einen Eisbecher, denn wir sind heute etwas
kultur-müde geworden. Die letzten zwanzig Kilometer bis zum Dorf Savigny-en-Véron
verlaufen durch eine leicht hügelige Landschaft, die einsam im Sonntagslicht
ausgebreitet vor uns liegt. Der Campingplatz in Savigny ist menschenleer,
auch eine sonderbare Erfahrung. Gestern gab's lärmende Kids bis spät in
die Nacht, heute bleibt uns nur der Ruf der Eulen… |
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