Mittwoch, 4.9. - Les Ponts-de-Cé bis Ancenis, 69 km

Ein neblig-trüber Morgen. Damit hat keiner gerechnet, man gewöhnt sich so schnell an trockenes Wetter - die Regentage am Anfang der Reise liegen gedanklich schon weit zurück. Immerhin ist es trocken und einigermassen warm, das geht ja noch! Gestern hat sich die Windrichtung geändert, wir haben wieder Wind und Wetter aus Westen und damit ist's wohl vorbei mit der stabilen Witterung der letzten Tage. Wir nehmen das am Campingplatz angeboten Frühstück in Anspruch (hmmm…wunderbar gesalzene Butter) und sind schon bald auf Piste. Durch die Vororte von Angers hindurch nieselt es leicht, aber einige Kilometer ausserhalb der Stadt kommt die Sonne langsam durch den Nebel und bringt eine eigenartig mystische Stimmung hervor. Der Fluss ist hier sehr breit mit seinen vielen Neben- und Altarmen. Alles gleicht heute einem Sonntagsausflug: Sonnenschein und milde Temperaturen, eine sanfte Landschaft, unser eigenes Tempo zurückgeschraubt.





Das "klassische" Loiretal ist nun durchfahren, kein weltbekanntes Schloss mehr am Wegesrand, die Ortsbilder wechseln von weiss zu grau: Granit ist hier das vorherrschende Baumaterial. Auch die Platanen- und Pappelalleen an den Uferpromenaden sind verschwunden. Bei Ancenis queren wir das letzte Mal den Fluss und verabschieden uns von der Loire, der Anmutigen.

 
 
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