Freitag, 13.7.2007. Von Dole nach Bèze (76 Km)

Dole > Damparis > Abergement-la-Ronce > Samerey > Laperrière-sur-Saone > St. Seine-en-Bache > Flagey-les-Auxonne > Auxonne > Athée > Lamarche-sur-Saone > Pontailler-sur-Saone > Maxilly-sur-Saone > St. Saveur > Cheuge > Renève > Blagny-sur-Vingeanne > Noiron-sur-Bèze > Bèze

Wir kommen heute total schräg aus Dole hinaus. Gestern reden wir noch davon, wie schön die Stadt über den Kanalweg zu erreichen ist und dass man auch sonst von der Talseite her keine Gewerbegebiete oder Industrieansiedlungen gesehen hat. Dabei verlieren wir uns heute gerade in solchen Zonen. Ausfallstrassen, bei denen nur die grossen Städte ausgeschildert sind, Hinweise zum nächsten Autobahnanschluss, et cetera. Nach Norden wollten wir aus der Stadt, denn in diese Richtung geht heute unsere Reise. Südwestlich von Dole finden wir uns dann endlich auf einer akzeptablen Strasse wieder und es dauert noch bis Abergement-la-Ronce, bis sich der auch auf dieser Strasse dichte Verkehr endlich beruhigt. Damit gibt's jetzt einfach um die zehn Kilometer Umweg zu verkraften…immerhin ist es heute so richtig sommerlich sonnig, mit blauem Himmel und heissen Temperaturen.

Von nun an können wir auf ruhigen Wegen radeln. Lediglich in Auxonne gibt es etwas Verwirrung wegen eine Baustelle und einer für den Verkehr gesperrten Strasse. Aber dann finden wir den Weg zur Brücke, setzen über die Saone und gönnen uns gleich am anderen Ufer in einer Gaststätte einen Pause. Sitzt sich gut im Schatten der Linden. Der Verkehr wird nun bis nach Pontailler-sur-Saone wieder dichter, man hat fast den Eindruck, dass all die in Auxonne Arbeitenden zum Mittagessen nach Hause in die umliegenden Dörfer fahren.

Bald darauf, als sich die Landschaft erneut ändert, sind wir wieder fast für uns allein auf weiter Flur. Mit den Sonnenblumenfeldern. Ein bisschen später dann nur mehr Getreideanbau, soweit das Auge reicht. Wir sind auf dem Plateau de Langres angekommen. Die Sonne sticht hernieder und die Luft vibriert und ist aufgeheizt, sodass die Bussarde ohne einen einzigen Flügelschlag in den aufsteigenden Luftmassen segeln können. Die Streckenführung, die den ganzen Tag über fast flach zu nennen war, wird nun wieder wellig und wir schwitzen gegen Ende dieser Tagesetappe ganz schön, ehe wir zu unserem Etappenort, dem kleinen Städtchen Bèze hinabrollen können.

Bèze ist ein kleines Juwel! Ein Zufallsentdeckung. Allerdings sind wir hier nun aber nicht mehr alleine, denn der Ort ist fest in holländischer bzw. belgischer Hand: anscheinend haben dort gerade die Sommerferien begonnen, denn unser Hotel platzt fast aus allen Nähten - junge Familien mit Kind und Kegel sind auf dem Weg in den Süden. Also eigentlich wollte ich ja nochmals betonen, dass der Ort hier wirklich ein kleines Schmuckstück ist. Es gibt eine Grotte und eine schön gefasste Quelle und viele idyllische kleine Ecken hier. Und als wir beim Nachtessen sitzen können wir die Schwalben beobachten, die schräg über uns ihre Jungen füttern. Was für ein Gezwitscher und geschäftiges Treiben, um diese hungrigen und gierigen Mäuler satt zu bekommen!