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Montag, 11. Mai. Ruhetag in Amberg

…und so fällt die Entscheidung nicht schwer, angesichts des strömenden Regens noch einen Tag hier zu bleiben. Beim Frühstück staune ich nicht schlecht, als eine junge Afroamerikanerin im Kampfanzug der U.S. Army den Frühstücksraum betritt. Auf so was ist man auch nicht unbedingt gefasst. Amberg hat ein schönes Hallenbad und da kann man sich ausrechnen wie ich den Vormittag verbringe. Im Laufe des Tages klingen die Regenfälle ab und die Sonne kommt durch und so sitze ich später wieder auf dem Marktplatz, beobachte das Treiben rings um mich herum und schmiede Pläne für den weiteren Verlauf der Reise. Fest steht, dass ich von hier wieder auf die Naab treffen möchte, dann den Haidenaabradweg bis nach Bayreuth und von dort den Main bis etwa Bamberg folgen will. Doch wie weiter? Tendenziell ziehen mich noch ein paar Städte an, die ich noch nie oder jedenfalls nicht richtig besichtigt habe: Schwäbisch Hall, Nördlingen, Ansbach oder auch Dinkelsbühl. Auch wäre ich noch irgendwie am oberen Teil des Altmühltales interessiert, also das Quellgebiet und bis hinunter zu den Orten Herrieden und Ornbau. Und auf welcher Route dann wieder nach Hause? Irgendwie zum Neckar gelangen und vorher den Kocher hinab? Oder durch's Allgäu und endlich mal den Zusamradweg "mitnehmen"? Eine Möglichkeit wäre auch, dem Neckar bis zum Rhein zu folgen und dann das Rheintal hoch zu fahren. Ich werde es unterwegs entscheiden, Zeit hab ich genügend und für die nächsten Tagesetappen weiss ich ja schon, wo's lang geht. Jetzt muss ich mir erstmal Tesafilm oder eine dünner Schnur bzw. Nährgarn besorgen und das Gehäuse meiner Radbrille irgendwie notdürftig reparieren, denn da ist plötzlich Bedarf aufgetreten, sprich: das Gehäuse ist gebrochen.