Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass die heutige Tagesetappe die bisher schönste gewesen ist: eine Radltour durch Auwälder und Naturschutzgebiete, entlang renaturierter Baggerseen und Altarmen. Diesbezüglich besonders hervorzuheben ist das Mündungsgebiet des Flüsschens Sauer in der Nähe des Ortes Munchhausen. Auch den Rhein haben wir heute endlich mal wieder erblickt, schliesslich will man seinem Begleiter auch ab und zu mal ins Auge sehen. Ohne grosses Trara verlassen wir Frankreich und reisen nach Deutschland ein, das Land, in dem Rennradler und Mountainbiker grusslos vorüber radeln, während man in Frankreich immer mit einem Grusswort bedacht wird und so manches mal ein "bon courage" zu hören bekommt.

Heute gab es kaum Berührungen mit dem Autoverkehr, erst gegen Ende der Etappe, bei der Fahrt von Maximiliansau bis nach Wörth am Rhein, wo wir es für heute gut sein lassen, ist der Verkehr wieder ein Thema. Komischer Ort, dieses Wörth am
 

Rhein: Es fehlt ein richtiges Ortszentrum, dazu sucht man auf der vielbefahrenen Durchgangstrasse vergeblich einen Zebrastreifen. Da muss man halt mitunter minutenlang warten, bis mal eine Lücke im Verkehr entsteht und man die Strasse queren kann. Doch die Leute hier sind nett und unser Hotelzimmer hat einen Balkon, der auf Gärten mit viel Grün zeigt. Und der Dialekt hier. Nach einer Weile kommen wir dahinter, an wen er uns erinnert, nämlich an Gerd Dudenhöffer alias Heinz Becker. Ist vielleicht noch nicht ganz dieselbe Sprache, er kommt ja aus dem Saarland, aber für unsere Ohren klingt das schon fast genauso.

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