Von Pfäffikon noch Turbenthal
30. Oktober 2016, 14 Km. wir sind jetzt doch schon ein Stück weit voran gekommen. Mittlerweile müssen wir umsteigen und den Zug wechseln, um an unseren Startpunkt zu kommen, so weit sind wir schon fortgeschritten (im wahrsten Sinne des Wortes). Da in der Nacht auf Winterzeit umgestellt wurde, fällt uns das Aufstehen am heutigen Sonntag leicht, und wir sind schon relativ früh in Pfäffikon. Das Tösstal ist unser heutiges Ziel. Um dorthin zu gelangen, spazieren wir vom Bahnhof aus aufwärts in einen Wald hinein. Teiche säumen den Weg. Das Wunderbare passiert: Die Sonne kommt allmählich durch und teilt die Welt in Licht und Schatten, in Schwarz und Weiss, so wie wir Menschen es eben bevorzugen...

So wird dieser Waldspaziergang bald zum Augenschmaus, mit den bunten Blättern und den Lichteffekten mit den noch verbliebenen Nebelresten.  Irgendwann kommen wir aus dem Wald heraus und finden uns auf der Anhöhe wieder, die das Tal, in dem der Pfäffiker See liegt, und das Tösstal trennt. Ein kalter Wind bläst uns da entgegen, Vorgeschmack auf die kommende Jahreszeit.
  Nun geht's bergab, auf Saland zu. Es ist Mittag und beim Gedanken an ein warmes Mittagessen läuft uns das Wasser im Munde zusammen. In Saland kennen wir auch ein Restaurant, in das wir schon anlässlich einer Radtour eingekehrt sind. Leider hat der Gasthof wegen Renovierung geschlossen, wir verpassen die Neueröffnung gerade mal um zwei Tage. Pech gehabt. So fallen wir eben - zugegebenermassen etwas demotiviert - über den mitgebrachten Proviant her und marschieren im Anschluss daran den Uferweg an der Töss entlang, bis wir den Bahnhof in Turbenthal erreichen und es für heute gut sein lassen.

Fotografisch kann ich das alles nur rudimentär einfangen, denn die mitgenommene Kamera, eine kürzlich im Internetflohmarkt erhaschte Zorki 1 von 1954, funktioniert nur halbwegs. Vor allen Dingen laufen die Verschlusszeiten nicht mehr richtig ab, so dass alle Fotos reichlich überbelichtet sind und zuhause mittels Software zurechtgebogen und -gedengelt werden müssen. Etwas davon liess sich noch halbwegs retten.
Die sechzig Jahre alte Zorki 1...
 
...bringt jede Menge Überraschungen mit sich...
...unerwartete Lichtreflexe...
...hängende Verschlussvorhänge...
...Schneegestöber im Oktober...
...und doch gibt sie die Stimmung halbwegs wieder.
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