Am Pfingstmontag zeichnet sich dasselbe Bild ab, an das wir uns gestern schon gewöhnen durften: Ein von Touristen übervölkertes Lahntal. Man darf sich da selber natürlich nicht zu weit aus dem Balkon lehnen, schliesslich trägt man durch seine Anwesenheit auch zu diesem Zustand bei. Immerhin hat man früh am Morgen noch etwas Muse und kann die Flusslandschaft geniessen. Die Lahn windet sich weiterhin durch ihr enges Tal. Für diverse visuelle Schmankerl wird weiterhin gesorgt. Zu erwähnen ist diesbezüglich die doppeltürmige Kirche in Dietkirchen oder der Ort Runkel, dessen Ortsbild von einer eindrucksvollen Burg dominiert wird.

Bis Weilburg, der nächsten Stadt auf unserem Weg, gleiten wir noch im engen Flusstal dahin, dann folgt ein Streckenabschnitt, der uns nicht so mundet. Das Tal wird hier zwar etwas breiter, man sieht weiter als bis zur nächsten Flussbiegung, aber man bekommt unliebsame Gesellschaft in Form einer Bundesstrasse, die man x-mal
 

über- oder unterquert oder neben der man lang fährt. So hat man wieder eine permanente Geräuschkulisse, mal näher, mal weiter entfernt.

Wir nähern uns Wetzlar, wo, man ahnt es schon, ziemlich viel Touristenandrang herrscht. Ausserdem rüstet man sich hier für ein mehrtägiges Festival, den "Hessentag", das Ende kommender Woche stattfinden wird. Deswegen wird überall aufgebaut, umgeleitet, abgesperrt. Doch wie gehabt sind es Tagesausflügler, die die Strassen füllen, und abends gehört die Stadt - übrigens eine attraktive - den Übernachtungsgästen.

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